Geschichten zum Schmunzeln

Kaum ein anderer Gasthof hat eine so grosse Geschichte
und so viele "Geschichten" aus den
Überlieferungen zu erzählen wie der Hecht.

Der Hecht ist heute noch ein sehr geselliger Gasthof, wo man sich trifft. Die Gastgeber Hedy und Heinz können aus neuerer Zeit viele Hecht-Geschichten ihrer Stammgäste hinzufügen, über die man immer wieder schmunzeln kann.

   


Der "Hecht" dürfte der älteste Gasthof im Kanton Zürich sein!

Das Vorhandensein des Dorfes Winkel erfährt man urkundlich erst im Jahre 1044. Damals "vergabte" Hundfried, Domherr zu Strassburg, sein väterliches Erbgut in Embrach an die Strassburger Kirche. Das Gebiet von Winkel lag im Mittelalter an der Nahtstelle zwischen zwei uralten Grosspfarreien. 1798 wurde Winkel selbständig. Die Bewohner widmeten sich fast ausschliesslich der Landwirtschaft mit Acker-, Obst- und Weinbau.
Seeb (dieser Name muss etwas mit dem früheren See zu tun haben?) bestand im Mittelalter aus einer einzigen grossen Haushaltung, die seit damals wegen der Lage an der grossen Landstrasse eine Taverne betrieb.

Der Gasthof "Zum Hecht" besteht also bereits seit ca. 600 Jahren und dürfte somit der älteste, heute noch betriebene Gasthof im Zürcher Unterland, wenn nicht sogar vom Kanton Zürich sein. Als einer der wenigen Gasthöfe in der Schweiz hat der Hecht immer noch das „Tavernen-Recht“, welches auf Geheiss von Napoleon erteilt wurde. Dies erlaubt dem Wirt, gegen Entgelt Reisende zu verpflegen, zu logieren und Pferde einzustallen.

Später entwickelte sich die Hofsiedlung zu einem Weiler. 1831 entstand Zürichs Kantonsverfassung. Aus den drei Zivilgemeinden Winkel, Rüti und Seeb und Eschenmosen wurde eine Politische Gemeinde. Im Jahre 1919 wurde die Zivilgemeinde Eschenmosen von Winkel abgetrennt und der Politischen Gemeinde Bülach zugeteilt.

Der Name "Hecht" stammt aus der Zeit der Erbauung des Gasthofes. Da hatte es unweit vom Haus einen kleinen See / Weiher, in dem die Fischer ihre Angeln auswarfen. Der Hecht war im Wasser wie auch als Spezialität auf dem Teller "König" und so muss der Name "Zum Hecht" entstanden sein.
Der See wurde Mitte 19. Jahrhundert zusammen mit den rund herum gelegenen Sumpfgebieten ausgetrocknet.
Der Name "Hecht" ist aber geblieben. An der Fassade hängt noch ein Hecht und erinnert an "alte Zeiten".

Die Geschichte vom "Stützlifüfzg"

In den Kriegsjahren des 2. Weltkrieges wirtete die Wirtin Hedy Meier hier im Hecht. Da sich das Militär nicht mehr als einen Franken und fünzig Rappen leisten konnte, wie z.B. 3 Bier für je 50 Rappen, sprach sie beim Einkassieren von einem «Stützli füfzg», (einen Franken fünfzig), damit es den Gästen nicht nach viel vorkam. Der Name „Stützli füfzg“ übertrug sich dann auf das ganze Wirtshaus. Auch heute wird der Winkler Gasthof immer noch von den einheimischen Gästen liebevoll „Stützli“ genannt, wenn sie sagen: „Komm, wir gehen ins „Stützli“ zu Hedy und Heinz“. Im Jahr 2002 / 2003 wurden die ehemaligen Kutscherzimmer umgebaut, so dass man heute in modernen Zimmern logiert und anstelle der Stallungen im gemütlichem Seebner-Stübli und der neuen Bar / Saal einkehren kann.

   

Der heutige Betrieb

überliefert mit seinem Äusseren die schöne
Hecht -Tradition
und mit seinem Inneren die Erwartungen der heutigen Gastronomie mit Restaurant, Hotel und Bar.

 
 
   
 
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